Messingschrott: Einfach professionell Messing entsorgen! 1

Messingschrott: Einfach professionell Messing entsorgen!

Abfall-Info.de kann Ihnen nur eine erste Richtung bei der Abfallentsorgung geben. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Bei Unklarheit fragen Sie bitte vorher immer bei Ihrer Gemeinde vor Ort nach.

Messing ist eine Legierung, also die Verbindung aus mindestens zwei Metallen. Die Zusammensetzung der Legierung ist unterschiedlich. Der Schmuck oder die Uhr aus Messing enthalten eine andere Legierung als beispielsweise der Türgriff oder die Armaturen.

Die erste Anlaufstelle ist der Schrotthandel. Werkstoff- und Recyclinghöfe nehmen den Messingschrott ab, wenn sich ein Verkauf nicht lohnt.

Messingschrott wird in Kategorien sortiert und berechnet:
• Messing MS58, neu oder in Stücken. MS58 bedeutet, dass mindestens 58 % Kupfergehalt vorhanden sind.
• Messingspäne gemischt,
• gemischtes Messing,
• Messing neu ist am wertvollsten,
• leere Messing Patronenhülsen.

Was ist Messingschrott?

Unter Messingschrott ist sowohl der Abfall von Messing zu verstehen, der im gewerblichen Bereich zu finden ist als auch alte, ausgediente Messing-Produkte. In Handwerksbetrieben wird Messing bearbeitet, es wird gesägt, gefeilt und geschliffen.

Messing und der dazugehörige Schrott besteht aus Kupfer und Zink. Messing ist die Sammelbezeichnung. Abhängig vom Verwendungszweck ist die Beimischung von anderen Metallen wie Blei möglich. Erwähnenswert ist die hervorragende Recyclingfähigkeit von Messingschrott.

In der Baubranche wird Messing verstärkt eingesetzt. Wasch- und Duscharmaturen bestehen häufig aus diesem Material. Aufgrund der Stabilität und Hitzebeständigkeit ist Messing effizient einsetzbar. Messingschrott ist gleichzeitig ein wertvoller Rohstoff. Aber bei der Schrottabgabe ist es sinnvoll, den Schrott vorher zu sortieren. Messingschrott lässt sich insgesamt leicht einschmelzen und formen.

Warum gibt es Messingschrott?

Messing wird gerne im Baugewerbe eingesetzt. Armaturen bestehen häufig aus Messing. Wo Messing-Produkte verwendet werden, entsteht Messingschrott. Das ist sowohl im privaten Haushalt als auch im gewerblichen Bereich der Fall.

Der Messingschrott wird nach dem Recycling-Vorgang nutzbringend verwendet. Messingschrott ist der Rest unterschiedlicher Produkte oder Abfälle, wie nachstehend aufgeführt:

  • Kfz-Kühler
  • Wasseruhren
  • Erodier-Draht
  • Schrott aus dem Bereich Maschinenbau wie Bleche
  • leere Patronenhülsen
  • Rohrleitungen
  • Reste aus Munitionsvernichtung
  • Messing-Granulat
  • Messingspäne
  • Rotguss-Späne enthalten Messing, Rotguss wird für die Produktion von Zahnrädern, Getriebeteilen und auch Armaturen verwendet
  • Armaturen

Es gibt über 60 unterschiedliche Messingsorten, sodass entsprechend viel Messingschrott anfällt.

Messingschrott
Wertvoller Messingschrott

Wo kann ich meinen Messingschrott entsorgen?

Die erste Anlaufstelle ist der Schrotthandel. Werkstoff- und Recyclinghöfe nehmen den Messingschrott ab, wenn sich ein Verkauf nicht lohnt. Der Verkauf kleiner Mengen lohnt sich beispielsweise nicht.

Die beste Lösung ist selbstverständlich der Verkauf des Messingschrotts. Die Preise variieren allerdings stark. Messingstücke und Messingspäne werden angekauft. Patronenhülsen aus Messing sind ebenfalls gut zu verkaufen.

Wo erhalte ich Geld für meinen Messingschrott?

Ein Schrotthändler bezahlt normalerweise den tagesaktuellen Preis, der zwischen Zink und Kupfer liegt. Der Preis richtet sich unter anderem nach der Verunreinigung und dem Mischverhältnis. Sortierter Messingschrott ergibt bessere Preise.

Es ist sinnvoll, größere Mengen Messingschrott zu verkaufen. Der Preis wird pro kg gerechnet. Der Verbraucher ist täglich von Gegenständen umgeben, die teilweise aus Messing sind und somit irgendwann als Schrott interessant werden.

Größere Mengen sind gut verkäuflich und kleinere Mengen im Wertstoffhof abzugeben. Wer beispielsweise umbaut oder renoviert, kann durchaus mit größeren Mengen Messingschrott rechnen und diese dann lukrativ verkaufen.

Was passiert dann mit dem Messingschrott?

Messingschrott wird an Sekundärschmelzwerke oder Blockmetallhersteller geliefert und dort geschmolzen. Verbundene Metalle wie das Chrom an den Armaturen verwandelt sich bei diesem Vorgang in Schlacke. Beim Schmelzen entsteht gasförmiges Zink, welches störende Gase hinwegspült.

Der Zinkverlust wird jedoch ersetzt. Recyceltes Messing ist ebenso hochwertig wie aus Erzen hergestellte Metalle. Messing, der moderne Werkstoff, ist im industriellen Bereich einsetzbar und als idealer, korrosionsbeständiger Wärmeleiter sehr gefragt.

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Wie häufig ist Messing (Kupfer und Zink) in der Erde?

Messing ist eine Legierung, die auf der Basis von Kupfer und Zink hergestellt wird. Anders ausgedrückt: Die Bestandteile werden verschmolzen. Abhängig vom Verwendungszweck besteht die Legierung aus weiteren Metallen, wie beispielsweise Aluminium, Eisen und Nickel.

Zink ist in Erzen gebunden und häufiger zu finden als Kupfer. Große Vorkommen sind in Nordamerika, Kanada, Australien, China und Kasachstan vorhanden. In Deutschland wird Zink im Rheinland, im Harz, bei Freiberg und Ramsbeck gewonnen.

Die Erdkruste enthält 0,006 % Kupfer, somit steht Kupfer in der Häufigkeits-Skala an 23. Stelle. Die meisten Vorkommen befinden sich in Chile, Peru, China und der USA. Das Mischungsverhältnis der Messing-Legierung besteht in der Norm aus zwei Dritteln Kupfer und einem Drittel Zink.

Wie wird Messing (Kupfer und Zink) aus der Erde gewonnen?

Kupfer war das erste Metall, welches entdeckt und verwendet wurde. Die Mischung mit Zink verbesserte deutlich die Qualität der Werkzeuge. Danach wurde Bronze gefunden. Kupfer, Gold, Silber und Zink waren die ersten Metalle, die industriell genutzt wurden.

Kupfer ist flexibel anwendbar, die Verbindung mit Zink ermöglicht die Produktion von hochwertigen Werkzeugen. Die Legierung aus Kupfer und Zink war bereits im antiken Griechenland bekannt, die Römer verbesserten die Herstellermethoden. Ca. 3.000 Fundorte für Kupfererze versorgen die Industrie.

Chile ist führend als Kupferproduzent, gefolgt von Peru, China und USA. Vorkommen befinden sich unter anderem in China, Indonesien und Peru. Zink verfügt über einen niedrigen Schmelzpunkt.

Welches Land produziert weltweit am meisten Messing (Kupfer und Zink)?

China produziert am meisten Zink und demzufolge Messing. Große Zinkvorkommen gibt es außerdem in den USA, Australien und Asien. Die größten Zinkminen in China sind:

  • die Caijiaying Mine in Zhangjiakou,
  • in der Provinz Hebei,
  • Huanren Mine in Nordchina,
  • Huogeqi Mine in Bayannur,
  • Hongtoushan Mine in Fushun,
  • in der Provinz Liaoning,
  • die innere Mongolei produziert eine Million Tonnen Zink

Die Herstellung und Verwendung von Messing

Die Herstellung von Messing geschieht mit dem Einsatz moderner Technologie. Automatisch arbeitende Schmelz- und Gießanlagen erleichtern die Arbeitsvorgänge erheblich. Das Senkrechtstranggießen wird heute angewandt, die Induktionsöfen sind wesentlich effizienter als noch vor 50 Jahren.

Messing ist erkennbar an der Farbe. Die bräunlich-rötliche Farbe weist auf einen Zinkanteil von ca. 20 % hin, während die goldene und hellgelbe Farbe ca. 36 % Zinkanteil enthält. Messing selbst gilt als Wärmeleiter, ist resistent gegen Rost, leicht formbar und nicht magnetisch.

Unterschiedliche Legierungen werden zu verschiedenen Verwendungszwecken eingesetzt. Die bekanntesten Arten sind:
Tombak: Diese Legierung besteht aus 70 % Kupfer und ist optimal verwendbar in der Kunstbranche als Alternative zu Silber und Gold.
Tafelmessing ist in der Uhrenproduktion nicht wegzudenken. Außerdem werden Helme und Brustpanzer aus dieser Messingart produziert.
Talmigold ist die typische Rotgusslegierung, die aus Kupfer, Zinn, Zink und Blei besteht. Der daraus entstehende Schmuck ist „billiger“ Schmuck, der häufig mit Blattgold überzogen wird.
Gelbguss; diese Legierung besteht ab 56 bis zu 80 % aus Kupfer und eignet sich für die Herstellung kleiner Gegenstände wie Knöpfe o.ä.
Sondermessing ist die Standard-Legierung, die zusätzliche andere Metalle enthält. Dieses Produkt punktet mit hoher Festigkeit und Witterungsbeständigkeit.

Messing ist auch in der Musikbranche nicht unbekannt. Blasinstrumente, Trompeten und Posaunen bestehen teilweise aus Messing. Logischerweise entsteht eine große Menge Messingschrott, der wiederum recycelt dem Kreislauf zugeführt wird.

Fazit

Messing ist im Bereich Industrie flexibel einsetzbar und verfügt über unterschiedliche Eigenschaften, die abhängig von der Legierungszusammensetzung sind. Messing sieht edel aus, eine Eigenschaft, die durchaus von den Herstellern berücksichtigt wird.

Aus optischer Sicht ist Messing unschlagbar und wird daher bei der Produktion von Griffen, Armaturen, Beschlägen und sogar Kunstgegenständen eingesetzt. Für Antennen, Hohlleiter und Hochspannungsleitungen ist Messing ebenfalls effektiv verwendbar aufgrund der hervorragenden Leitfähigkeit.

Patronenhülsen bestehen ebenfalls aus Messing, die als Schrott durchaus wertvoll sind. Sämtliche Messingsorten haben etwas gemeinsam, sie eignen sich hervorragend zum Recyclen und zur Wiederverwendung.

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