Aluminiumschrott: Professionell Aluminium entsorgen!

Abfall-Info.de kann Ihnen nur eine erste Richtung bei der Abfallentsorgung geben. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Bei Unklarheit fragen Sie bitte vorher immer bei Ihrer Gemeinde vor Ort nach.

Aluminiumabfälle, die aus Aluminium und Aluminiumlegierungen stammen, nimmt ein Schrotthändler gerne an. Die Abfälle sind als Aluminiumschrott handelbar, werden weiterverkauft und bei der Wiederverwertung zu neuen Aluminiumprodukten verarbeitet.

Was ist Aluminiumschrott?

Aluminium ist ein Leichtmetall mit der typischen silbrig-weißen Farbe. Das Material wird unter anderem in der Verpackungsindustrie genutzt, Aludosen oder Konserven sind jedem Verbraucher bekannt.

Aluminium ist außerdem in Smartphones und Laptops enthalten. Ebenso im Bereich Fahrzeugbau, Schifffahrt oder Luftfahrt ist Aluminium nicht mehr wegzudenken.

Ab 5 kg übernimmt ein Händler die Aluminiumabfälle zum aktuellen Aluminiumpreis, der variiert und abhängig ist von Börsenentwicklungen, der Nachfrage usw.

Je reiner das Material, desto profitabler ist der Verkauf. Aluminium ist hundertprozentig recyclingfähig und vielseitig verwendbar, daher sehr begehrt.

Die Recycling-Rate wird mit ungefähr 70% berechnet, sodass auch umweltbewusste Menschen ruhigen Gewissens Aluminium verwenden. Folgende Abfälle sind dabei möglich:

  • Gemischtes Aluminium
  • Alubleche
  • Aluprofile
  • Aluguss
  • Alufelgen
  • Alu-Offsetplatten
  • Aluspäne
  • Alukühler
  • Alu-Kupfer-Kühler
  • Alu-Kaffeekapseln
  • etc.

Warum gibt es Aluminiumschrott?

Aufgrund der Verwendung von Aluminium in vielen Bereichen entsteht eine große Menge von Aluminiumschrott. Aluminium kann jedoch wiederverwertet werden und gelangt damit wieder in den Kreislauf.

Zum Schrott gehören Aluminiumverpackungen, die geschreddert werden. Nach der Säuberung von Fremdstoffen erfolgt die Verschmelzung in Trommelöfen.

Die bekannten Kaffeekapseln aus Aluminium werden zu Aluminiumschrott. Der Aluminiumschrott wird ohne Qualitätsverlust umgeschmolzen oder auch neu gegossen.

Die Arbeitsläufe des Recycling-Prozesses sind wie folgt:

  1. Schrott wird gesammelt
  2. Schrottaufbereitung
  3. Schmelzung
  4. Raffination
  5. Gießen

Es gibt Aluminiumschrott aus dem Privatbereich und dem Baugewerbe. Ausgediente Fahrzeuge, elektronische Geräte, Haushaltswaren, Verpackungen, sie alle enthalten teilweise Aluminium.

Aluminium hat einen hohen Stellenwert in der Industrie. Das Material ist leicht und rostet nicht. Darüber hinaus verfügt Aluminium über immens hohe Wärme- und Stromleitfähigkeit. Außerdem ist Aluminium extrem strapazierfähig und belastbar. Aufgrund der flexiblen Verwendungsmöglichkeiten wird Aluminium bevorzugt eingesetzt und es gibt entsprechende Mengen Aluminiumschrott.

In der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt ist Aluminium unverzichtbar. Aluminiumlegierungen mit Magnesium, Silizium und anderen Metallen sind fast so stabil wie Stahl.

Aus Aluminiumguss werden Kochgeräte hergestellt, wie Pfannen, Töpfe oder auch Backbleche, hier ist unter anderem die Leitfähigkeit von Aluminium gefragt. Wenn diese Geräte verschrottet werden, müssen die Griffe und fremden Materialien abmontiert werden. Denn reines Aluminium wird bevorzugt und ist wesentlich gewinnbringender.

Wo kann ich meinen Aluminiumschrott entsorgen?

Ein Schrotthändler sorgt bei größeren Mengen für die Schrottabholung. Darüber hinaus kann der Aluminiumschrott im Werkstoffhof abgegeben werden.

Reines Aluminium ohne Anhaftungen ist sehr begehrt. Das bedeutet, Teile aus Holz oder Kunststoff, sollten vor dem Verkauf entfernt werden.

Getränkedosen oder Verpackungen müssen selbstverständlich im gelben Sack entsorgt werden. Häufig gibt es auf Getränkedosen Pfand, sodass sich die Frage der Entsorgung für den Käufer erübrigt.

Wo erhalte ich Geld für meinen Aluminiumschrott?

Ein Schrotthändler kauft den Aluminiumschrott zum aktuellen Tagespreis. Es ist ratsam, reinen Aluminiumschrott zu verkaufen. Restmaterialien oder starke Verschmutzungen reduzieren den Kaufpreis.

Viele Verkäufer schauen sich zusätzlich entsprechende Vergleichsportale im Internet an, um den bestmöglichen Preis zu erzielen.

Gemischtes Aluminium bedeutet die Kombination alter und neuer, unsortierter Aluminiumschrott. Altes Aluminium ist leicht erkennbar an der gräulichen Farbe.

Was passiert dann mit dem Aluminiumschrott?

Der Aluminiumschrott wird wiederverwertet. Der Schrott wird nach Art und Größe sortiert und von Beschichtungen befreit, um dann abhängig von der Mischung und Zusammensetzung umgeschmolzen oder raffiniert zu werden.

Spezielle Trommelöfen sorgen für den Schmelzvorgang. Lackierte Teile werden mit dem Zweikammerverfahren bearbeitet, um den Lack zu beseitigen.

Häufig erfolgt nach dem Schmerzverfahren die Raffination, die in einem Abstehofen durchgeführt wird. Die sogenannte Schmelze wird anschließend gereinigt.

Wie häufig ist Aluminium in der Erde?

Aluminium ist mit etwa 7,5% das dritthäufigste Element in der Erdkruste, nach Sauerstoff und Silicium. Einen Mangel an Aluminium auf der Erde wird es also, entgegen mancher Umweltschützer, nicht geben. Es ist eher eine Frage der Energieaufwendung und der Investitionen, um das Aluminium aus der Erde zu holen.

Das Erz Bauxit enthält eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an Aluminium und ist daher für die Aluminiumproduktion unentbehrlich. Das Primär-Aluminium wird aus Bauxit-Vorkommen gewonnen und das Sekundär-Aluminium aus Recycling-Aluminium.

Aluminiumschrott allein reicht nicht aus, um den jährlichen Bedarf zu decken. Aufgrund der Leitfähigkeit bestehen beispielsweise die Kabel für Überlandleitungen aus Aluminium. Außerdem ist Aluminium licht- und luftundurchlässig, also optimal in der Verpackungsindustrie.

Die Gewinnung von Aluminium ist energieaufwendig. Das recycelte Aluminium aus Aluminiumschrott ist daher wesentlich energiesparender.

Betreiber von Schrottplätzen verwenden Recyclingmaschinen, um die Getränkedosen und Konservendosen zu verwenden. Hier ist vor allem die Menge für den Schrotthändler von Wichtigkeit, sodass die Kooperation mit Entsorgern und dem Einzelhandel durchaus nutzbringend ist.

Darüber hinaus muss der Einzelhandel die Dosen zurücknehmen. Jeder kennt die Sammelmaschinen, die hier effektiv zum Einsatz kommen.

Wie wird Aluminium aus der Erde gewonnen?

In Aluminiumhütten wird ausgehend von Bauxit neues Aluminium gewonnen. Das geschieht im speziellen Bayer-Verfahren. Diese Methode wird explizit in der Aluminiumproduktion eingesetzt.

Das fein gemahlene Bauxit löst sich in einer Natronlauge bei hoher Temperatur bzw. die Aluminiumhydroxide lassen sich lösen. Vorhandenes Eisen- und Titandioxid fällt ungelöst aus, es entsteht roter Schlamm.

Aus dem Natriumaluminat entsteht nach dem Abkühlen reines Aluminiumhydroxid. Die Schmelzflusselektrolyse ermöglicht die Gewinnung des reinen Aluminiums.

Die Elektrolyse benötigt viel Energie, sodass die Betreiber der Aluminiumhütten preisgünstige Energie wie Wasserkraft o.ä. nutzen. Die meisten Aluminiumhütten gibt es deshalb in China, Indien und Russland.

Aluminiumschrott
Aluminiumschrott

Welches Land produziert weltweit am meisten Aluminium?

Der chinesische Konzern Chinalco ist weltweit einer der größten Produzenten. 6,6 Millionen Tonnen Aluminium wurden im Jahre 2020 produziert. Russland und Kanada sind ebenfalls führend. Danach folgen Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Einsatzzwecke von Aluminium

Folgende wertvolle Eigenschaften besitzt Aluminium:

  • Es handelt sich um Leichtmetall
  • an der Luft bildet Aluminium eine schützende Oxidschicht
  • ist rostfrei
  • punktet mit hervorragender Leitfähigkeit
  • ist leicht biegbar
  • Aluminium ist nicht magnetisch

Folgende Gegenstände aus dem Haushalt sind typisch für das Herstellermaterial Aluminium:

  • Fensterrahmen
  • Alufolie
  • Türen, Gartenmöbel, Kochgeräte
  • Leitern, Kinderwagen, Fahrradteile
  • Konserven- und Getränkedosen
  • Kaffeekapseln
  • Autofelgen
  • Karosserieteile

Altschrott

Altschrott und unbekannter Neuschrott eignen sich für Gusslegierungen, die wiederum für die Produktion von Autoteilen genutzt werden, beispielsweise für Räder, Bremsen, Zylinderköpfe und so weiter.

Der saubere Neuschrott hingegen wird eine Knetlegierung nach der Umschmelzung. Die Knetlegierung ist optimal für die Herstellung von Alu-Folie, Fahrzeugteilen, Behälter und Verpackungen.

Neuschrott

Der Neuschrott, der aus Gießereien stammt, ist nach Schmelzung wiederverwendbar. Häufig werden die Aluminiumlegierungen nicht sorgfältig sortiert, sodass diese geschmolzen und für Gusslegierungen verwendet werden.

Sinnvoller ist die Streckung mit reinem Aluminium, um die Aluminiumlegierungen mit höherer Qualität in den Kreislauf zu bringen. Die Experten weisen darauf hin, die Legierungen sorgfältiger zu sortieren, um höhere Qualitätsprodukte herzustellen.

Ob es sich um den Bereich Schifffahrt oder Luftfahrt handelt, Aluminium ist eins der wichtigsten Materialien. Das niedrige Gewicht ist nicht zu unterschätzen, ebenso wie die Korrosionsresistenz. Aluminium ist zudem stabil und leitfähig, also einsetzbar in fast allen Bereichen.

Aluminiumschrott: Der beste Müll ist der, der nicht entsteht.

Der weltweite Rohstoffhunger nach Aluminium stegt kontinuierlich an. Der Abbau und die Produktion von Aluminium ist aus Umweltsicht nicht umproblematisch. Deshalb ist das Aluminiumrecycling eine bessere Alternative. Doch auch die Wiederverwertung ist kompliziert.

Die Zerstörung von Ur- und Regenwälder, giftige Nebenprodukte und großer Energiebedarf sind bekannte Begleiterscheinung der Aluminiumproduktion.

Der Rohstoff Aluminium kommt nicht in Reinform in der Erde vor, sondern muss aus dem Boden abgebaut und aus dem Roherz herausgelöst werden. Übrig bleibt Rotschlamm, ein mit Nebenprodukt mit Schwermetallen.

Die Weiterverarbeitung benötigt bis zum fertigen Aluminium benötigt zudem viel Energie, etwa 25-Mal so viel wie die Herstellung von Glas. Das Recycling von Aluminium benötigt nur fünf Prozent im Vergleich der Primärherstellung von Aluminium. Deshalb ist das Aluminium-Recycling sinnvoll, aber Qualitätsverluste können auftreten.

Aluminium hat viele verschiedene Einsatzgebiete. Durch Beimischungen anderer Metalle erhält der Werkstoff die gewünschten Eigenschaften. Diese Legierungen erschweren allerdings wiederum das Recycling. Denn nur sortenreine getrennte Mischformen können ohne Qualitätsverluste zu neuen Produkten verarbeitet werden.

Aluminiumdosen
Aluminiumdosen

Fazit zu Aluminiumschrott

Aluminium ist flexibel und mittlerweile unentbehrlich in der Industrie. Der Aluminiumschrott wird daher gern vom Schrotthändler gekauft. Denn die Neuproduktion ist erheblich kostenintensiver als die Verwendung von recycelten Aluminium.

Mit bedeutend günstigeren Methoden ist die Herstellung unterschiedlicher Produkte aus Schrott realisierbar, die mit den genannten Eigenschaften den Produkten aus neuem Aluminium gleichwertig sind.

In Kabeln, Gehäusen, Heizkörpern, Rädern usw. ist teilweise Aluminium verarbeitet, sodass der Verkauf als Aluminiumschrott durchaus lohnend ist.

Aluminium ist nicht nur ein gern genutztes Material, sondern es verfügt des Weiteren über Design. Fassadensysteme sind schön und funktional, Aluminium sorgt für das richtige, ansprechende Äußere.

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